Internet-Engpass behoben
Enste verfügt jetzt über Breitbandanbindung.

Meschede-Enste.
Der Internet-Versorgungsengpass in Enste wurde über ein Funknetz behoben, so dass das Gewerbegebiet Enste jetzt über eine Breitbandanbindung verfügt.
Die bisherigen Internetzugänge im Gewerbegebiet Enste reichten Peter Neumann vom Ingenieurbüro Neumann, Krex & Partner nicht mehr aus, um den für sein Unternehmen wichtigen Datenaustausch in einer akzeptablen Zeit auszuführen.
„Wenn größere Dateien versendet oder geöffnet werden mussten, konnten wir zwischendurch einen Kaffee trinken gehen", erzählt Neumann von den Schwierigkeiten der Übertragungsrate.
„Nach einigen Überlegungen haben wir uns dafür entschieden, Breitband über Funk zu installieren, damit wir eine Anbindung zum Internet haben, die es uns ermöglicht, einen schnellen Datenaustausch mit unserer Hauptniederlassung in Kassel zu haben, der für uns sehr wichtig ist", erläutert Neumann seine Entscheidung. Die hohe Verfügbarkeit sowie hohe Geschwindigkeiten im Datenversand als auch Empfang verbessern die Synchronisation der zentralen Arbeitssysteme beim Planungsbüro Neumann.
Initiiert wurde der Netzaufbau durch eine Anfrage des Stadtmarketings Meschede an die Firma Innofactory zur Lösung des bestehenden Versorgungsproblems. Innofactory errichtet seit 5 Jahren Funknetzwerke in Regionen, die nicht oder nur unzureichend mit erdgebundenen Leitungen über DSL verfügen. Das Konzept, welches durch eine Bedarfssituation ermittelt wird, basiert auf einer Unterverteilung der von der Telekom an zentralem Punkt zur Verfügung gestellten Leitungen. Innofactory übernimmt diese schnellen Leitungen der Telekom und verteilt die Bandbreite über Funkantennen an die angeschlossenen Firmen.
„Die Zusammenarbeit mit der Telekom ist uns sehr wichtig", betont Mario Heuel von Innofactory. Da keine Kabel neu verlegt werden müssen, sind auch geringere Kosten für den Nutzer von Vorteil. Die Investitionskosten sind um den Faktor zehn niedriger als bei kabelgebundenen Angeboten. Das Netz in Meschede versorgt eine Fläche von 150 Hektar und ist in der Leistungsbandbreite bedarfsgerecht zu bekommen. Nach einer Bauzeit von nur vier Wochen können seit Mitte Mai die Unternehmen in Enste über Funk ins Internet, mit der Qualität einer Standleitung von 2 Mbit/s bzw. 4 Mbit/s.
„ Es ist uns wichtig, Unternehmensstandorte zu sichern und zukunftsorientiert, gerade im ländlichen Bereich, zu handeln und Entscheidungen zu treffen", so Michael Kaiser von der Wirtschaftsförderung im Stadtmarketing. Durch die Bereitstellung eines rückzahlbaren Baukostenzuschusses durch das Stadtmarketing konnte der dringende Bedarf schnell realisiert werden. „Nun wollen wir noch andere Unternehmen für den Anschluss begeistern", so Kaiser.
Sauerlandkurier vom 28.05.2008


